Das Ergebnis der Ermittlungen hat die Bundeskanzlerin sehr getroffen und sie zeigte sich über das Vorgehen selbst empört. Ich nehme das sehr ernst. Ich darf sehr ehrlich sagen: Mich schmerzt es. Auf der einen bemühe ich mich tagtäglich um ein besseres Verhältnis zu Russland. Wenn man auf der anderen Seite sieht, dass es harte Evidenzen dazu gibt, dass da auch russische Kräfte daran sind, so vorzugehen, dann ist das schon ein Spannungsfeld (…) das auch nicht ganz aus meinem Inneren streichen kann. Das ist unangenehm“, gab Merkel bei der Fragestunde zu Protokoll. Merkel gab außerdem zu verstehen, dass Vorfälle wie dieser natürlich auch "eine vertrauensvolle Zusammenarbeit stören.“ Die Bundesregierung behalte sich nach der Auswertung des Vorfalls weiterführende Maßnahmen gegen Russland vor. Zuletzt hatte die Regierung wegen des Tiergarten-Mord Sanktionen gegen einige russische Diplomaten erlassen.
Mit dem damaligen Hacker-Angriff sollten wohl sensible Daten gestohlen werden. Mit diesen Daten hätte man dann von russischer Seite Einfluss auf den Verlauf der nächsten Bundestagswahl nehmen können, wie es bereits anscheinend beim US-Wahlkampf 2016 geschehen ist. Um die durch den Angriff verursachten Schäden zu beheben, musste das gesamte Netzwerk des deutschen Parlaments für mehrere Tage vom Netz genommen werden.