Deutscher Top-Politiker tot! Ohne Ihn hätte es diese Partei quasi gar nicht gegeben!

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Deutscher Top-Politiker tot! Ohne Ihn hätte es diese Partei quasi gar nicht gegeben!

News (2 / 1) 18.05.2024 07:42 / Torben Symbolbild Shutterstock.com


Markus Söder trauert um Armin Grein

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (57, CSU) nannte Greins Tod am Montag einen Verlust für die gesamte politische Landschaft im Freistaat. "Armin Grein hat all das verkörpert, wie er die Freien Wähler selbst immer gesehen hat - als kommunale Kraft der bürgerlichen Mitte mit einem klaren liberalen Kompass", sagte der CSU-Chef auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München. Bis zuletzt sei Grein seinen Werten treu geblieben. Auch wenn die CSU und die Freien Wähler gemeinsam regieren, stehen die Parteien in unmittelbarer Konkurrenz zueinander. Beide werben im bürgerlich-konservativen Lager um Wählerstimmen. Wegen der Wahlerfolge der Freien Wähler zulasten der CSU konnte diese nach den vergangenen beiden Wahlen keine Alleinregierung mehr stellen.

Armin Grein war seit 1972 in der Politik

Greins politischer Weg begann 1972 in Marktheidenfeld im Landkreis Main-Spessart, wo er bis zum Jahr 1984 hauptamtlicher Bürgermeister war. 1978 gründete der gelernte Lehrer dann den Landesverband der Freien Wähler in Bayern. Neben Kreis- und Bezirkstags-Mandaten war einer seiner größten politischen Erfolge die Wahl zum Landrat im Landkreis Main-Spessart im Jahr 1984. Grein galt als überzeugter Kommunalpolitiker, der stets betonte, wie wichtig kommunale Politik für das Funktionieren des Gemeinwesens generell sei. Diese Überzeugung ist bis heute fest bei den Freien Wählern verankert. Bis zur Gründung der Freien Wähler musste Grein über viele Jahre jede Menge Geduld und Überzeugungskraft aufbringen, um die unabhängigen Gruppierungen in Bayern und Deutschland davon zu überzeugen, dass sie als einheitliche Kraft deutlich mehr erreichen könnten. Bis zu seinem Tod lebte er zusammen mit seiner Frau in Marktheidenfeld. Er hinterlässt drei Kinder – einen Sohn und zwei Töchter. Für sein gesellschaftliches und politisches Engagement wurde er unter anderem mit dem Bayerischen Verdienstorden, der Kommunalen Verdienstmedaille in Gold und der Bayerischen Verfassungsmedaille in Silber geehrt.