Im Interview mit der "Deutschen Welle" drängte der CDU-Außenexperte Roderich Kiesewetter auf noch mehr Unterstützung des Westens für die Ukraine. Er betonte: "Der Krieg muss nach Russland getragen werden. Russische Militäreinrichtungen und Hauptquartiere müssen zerstört werden. Wir müssen alles tun, damit die Ukraine in der Lage ist, nicht nur Ölraffinerien in Russland zu zerstören, sondern auch Ministerien, Kommandoposten und Gefechtsstände." Darüber hinaus erklärte der Bundestagsabgeordnete: "Es wird Zeit, dass die russische Bevölkerung begreift, dass sie einen Diktator hat, der die Zukunft Russlands opfert, der die Zukunft der russischen Jugend und auch der ethnischen Minderheiten opfert, und dass dieses Land im Grunde genommen den Krieg in die Welt trägt, statt eine Friedensmacht zu sein." Er warnte jedoch gleichzeitig davor, dass Deutschland selbst zur Kriegspartei werde, denn dies sei genau das, was Putin wolle.
Dennoch wird Roderich Kiesewetter für seine Aussagen im Netz heftig kritisiert. Auf X (ehemals Twitter) wird dem CDU-Politiker mehrfach vorgeworfen, dass er sich strafbar mache, weil er zu einem Angriff auf Russland aufrufe und einen Dritten Weltkrieg provoziere. Allerdings gibt es auch Verteidiger, die argumentieren: "#RussiaIsATerroristState greift die #Ukraine an, #Kiesewetter|s Aussagen liegen im Rahmen der UN-Charta, aber Putin-Anhänger halten sich bekanntlich nicht an das Völkerrecht. Sie verschwenden keinen Gedanken daran, dass er den Krieg beenden soll. Landesverrat ist keine Meinung." Außerdem wird darauf hingewiesen, dass Putin einen Angriffskrieg führt und die Ukraine sich lediglich verteidigt.