Die durchgeführten Luftschläge dauerten etwa eine halbe Stunde und führten zur Zerstörung von über 85 Einzelzielen. An dem Einsatz waren neben anderen Flugzeugen auch strategische Bomber des Typs B-1 beteiligt. Bei der Planung der Angriffe lag ein besonderer Fokus darauf, zivile Opfer zu vermeiden. Obwohl das US-Militär noch keine genauen Angaben darüber machen konnte, ob Milizionäre getötet wurden, berichtete die in London ansässige syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte von mindestens 18 toten Mitgliedern pro-iranischer Milizen.
Die Vergeltungsaktion war eine direkte Antwort auf einen vorherigen Angriff auf eine US-Militärbasis in Jordanien an der Grenze zu Irak und Syrien, bei dem drei US-Soldaten ihr Leben ließen und zahlreiche weitere verletzt wurden. US-Präsident Joe Biden äußerte sich in einer schriftlichen Stellungnahme zu den Luftangriffen: „Unsere Reaktion hat heute begonnen. Sie wird fortgesetzt zu Zeiten und an Orten unserer Wahl.“ Der Präsident betonte, dass die USA keinen Krieg im Nahen Osten anstrebten, jedoch klar reagieren würden, sollte amerikanischem Personal Schaden zugefügt werden.
Verantwortlich für den tödlichen Anschlag auf die US-Truppen macht die US-Regierung die Gruppe "Islamischer Widerstand im Irak", die als Dachorganisation für pro-iranische Milizen im Irak fungiert und sich zu dem Anschlag bekannte. Präsident Biden nahm am Freitag an der Zeremonie zur Ankunft der sterblichen Überreste der drei gefallenen Soldaten teil, die auf einem Luftwaffenstützpunkt im US-Bundesstaat Delaware stattfand. Die getöteten Soldaten wurden als Kennedy Ladon Sanders (24), Breonna Moffett (23) und William Rivers (46) identifiziert.