Am 4. Januar hatte eine syrische Familie aus Magdeburg wegen eines vermeintlichenn Betrugs die Justiz in die eigene Hände genommen. Zuvor war die Familie offenbar Opfer eines Betrugs durch einen angeblichen Voodoo-Priester geworden.
Ein selbsternannter Voodoo-Priester aus Kamerun, der in Leipzig lebte, hatte ihnen versichert, durch einen magischen Zauber ihr Geld zu vermehren. Leider stellte sich heraus, dass die Vermehrung nicht funktionierte, stattdessen verschwand der Voodoo-Priester, Lionel N. (30), mit dem Geld. Die Familie spürte ihn jedoch auf, was schließlich dazu führte, dass sich das Familienoberhaupt Jamal M. (48), seine Söhne Muhamad (26) und Fadi M. (23) sowie zwei Helfer vor dem Landgericht Leipzig wegen Geiselnahme, Entführung, Nötigung und Erpressung verantworten müssen. Sie werden von zehn Anwälten vertreten. Die Familie hatte dem Voodoo-Priester 15.000 Euro gegeben, in der Hoffnung, dass er das Geld durch eine geheimnisvolle Flüssigkeit vervielfältigen würde, um es dann nach sechs Tagen in Magdeburg an die Familie zu übergeben.