So wird der "Tatort: Borowski und der Fluch der weißen Möwe" aus Kiel

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So wird der "Tatort: Borowski und der Fluch der weißen Möwe" aus Kiel

Stars (2 / 1) 08.05.2021 23:33 / Peter Symbolbild NDR/Christine Schroeder


Der "Tatort" wartet mit einigen Überraschungsmomenten auf, die beim Zuschauer für einen Adrenalin-Kick sorgen dürften. Neben dem Einblick in den herausfordernden Alltag von Polizeischülern, werden die Folgen eines schweren Traumas deutlich, die eine Spirale der Gewalt auslösen.

Borowski wirkt bei diesem Fall wie eine Nebenfigur - was weder gegen die schauspielerische Leistung von Axel Milberg noch gegen die Handlung des Krimis spricht. Vielmehr zeugt das von einem grandiosen Ensemble, in das sich die Figur des Ermittlers wunderbar einfügt. So brilliert unter anderem Kida Khodr Ramadan (43) in der Rolle eines verbitterten Vaters, der seine tote Tochter Jule betrauert.

Eine gewisse Dramatik wohnt auch dem Symbol der titelgebenden Möwe inne, die im Laufe des "Tatorts" immer wieder auftaucht. Das Kamerateam spielt mit dem Motiv und der Zuschauer fliegt etwa zu Beginn wie ein Vogel über die Dächer Kiels. Großartig inszeniert sind auch die Flashbacks von Nasrin, die durch visuelle sowie Sound-Effekte für Gänsehaut sorgen.

Wer allerdings kein Blut sehen kann, ist bei diesem Krimi an der falschen Adresse. Schon fast à la Quentin Tarantino (57) fließt einiges davon - selbst die beiden Kommissare sind von oben bis unten damit bedeckt. Alle anderen können sich am Sonntagabend auf einen spannenden und gelungenen "Tatort" freuen.