Der Professor vermutet weiterhin, dass Putin nicht bis 2040 warten und plant, dass vorher etwas passiert. Mit 91 Jahren könnte er dann möglicherweise zu alt sein, um Krieg zu führen. Anthony Glees fordert weiterhin, dass die Ukraine Putin vor der Präsidentenwahl im März entscheidend zurückschlagen müsse. "Zweitens sollten wir die Menschen dazu bringen, über die Notwendigkeit einer Wehrpflicht nachzudenken, wenn es hart auf hart kommt." Der Historiker schlägt zudem zusätzliche Maßnahmen für den Zivilschutz, höhere Verteidigungsausgaben sowie weitere NATO-Übungen vor. "Wir müssen diese Übungen nutzen, um Putin zu zeigen, dass wir ihn innerhalb von Minuten auslöschen werden, nachdem ein russischer Soldat einen Fuß auf die NATO-Seite der Grenze gesetzt hat. Wenn wir eine Wiederholung der 1930er Jahre vermeiden wollen, müssen wir aus diesen Lehren lernen", so Glees. "Wir werden Putin niemals besänftigen können; wir können ihn nur zerstören, wenn er versucht, uns auszulöschen."
Ob Wladimir Putin oder Alexander Lukaschenko tatsächlich eine direkte Konfrontation mit der NATO riskieren würden, ist unklar. Schließlich würde ein Angriff auf ein NATO-Land den Bündnisfall auslösen, was bedeutet, dass alle NATO-Mitgliedsstaaten dem angegriffenen Land militärisch beistehen müssten. Russland kommt zudem derzeit schon in der Ukraine kaum voran. Angesichts dieser Probleme scheint es eher unwahrscheinlich, dass der Kreml momentan daran interessiert ist, seine Truppen an eine weitere Front zu schicken. Hoffen wir, dass sich die Prognosen von Anthony Glees angesichts dieser Umstände nicht bewahrheiten.