"Auch nach der Geburt der Kinder begab sich die Geschädigte mitunter über Wochen ins Ausland und ließ den Angeklagten mit den Kindern in Budapest zurück", so der Staatsanwalt. Philip O. soll mehrfach versucht haben, sie zu überzeugen, die Prostitution aufzugeben und mit ihm und den Kindern in Budapest zu leben. Es gab immer wieder Streit zwischen den beiden, so die Anklage. Zuletzt arbeitete Luca V. in Kopenhagen und Berlin, ab November 2021 dann in München. Sie mietete sich in Hotels ein und fuhr einen Audi A5 Coupé. Philip O. reiste zu ihr nach München, und zwischen den beiden eskalierten die Streitigkeiten. In einem Hotel am Rande Münchens soll es dann zu einem "handgreiflichen Streit" gekommen sein. Philip O. soll laut Anklage seine Partnerin zu Boden gebracht, ihr gegen den Oberkörper getreten und sie dann massiv gewürgt haben, bis sie tot war. In der Nacht soll er dann ihre Leiche am Starnberger See mit Benzin übergossen, angezündet und sie anschließend verscharrt haben.
Im Prozess berichtete Philip O. von der zerrütteten Beziehung zu Luca V. "Ich habe sie geliebt, aber sie hat alles unnötig kaputt gemacht." Zur Tat äußerte er sich nicht. In der polizeilichen Vernehmung hatte er die Tat stets bestritten. Er habe erst von der Polizei von ihrem Tod erfahren und danach angefangen, massiv zu trinken. Es sind 20 Verhandlungstage angesetzt – bis Ende April. Bei einer Verurteilung drohen dem Ungarn mindestens fünf Jahre Haft.