Der Vorfall ereignete sich am 28. Mai 2023 in Frankfurt während eines internationalen Jugendturniers auf dem Sportplatz des SV Viktoria Preußen 07. Das Fußballspiel zwischen dem FC Metz und JFC Berlin wurde um 16 Uhr abgepfiffen, wie es in den Akten heißt. Wenige Minuten zuvor hatte das Berliner Team ein Tor erzielt, und danach soll das Spiel laut Zeugen aggressiver geworden sein. Nach dem Abpfiff trat der Angeklagte einem Berliner Spieler gegen das Schienbein und schlug ihm mit Fäusten gegen den Oberkörper, wie es in der Anklageschrift steht. Es kam zu einer Massenrudelbildung! Laut den Ermittlungen soll Paul P. von der Ersatzbank aufgesprungen sein. Ein anderer französischer Spieler habe den 17-jährigen Angreifer währenddessen aus dem Tumult gezogen.
Dennoch soll der Marokkaner um die Menschenansammlung herumgelaufen sein und Paul P. von der Seite einen gezielten Faustschlag gegen den linken unteren Hals-/Wangenbereich versetzt haben, so die Anklage. Dr. Iranbomy behauptet: "Mein Mandant wollte niemanden verletzen und einfach nur Fußball spielen.“ Der 17-Jährige sagte laut BILD-Informationen beim Haftrichter aus, sich an den Schlag nicht erinnern zu können, und spricht von einem "Durcheinander“. Als er in der Vernehmung hörte, dass Paul wahrscheinlich sterben werde, fing er immer wieder glaubhaft an zu weinen, heißt es. Anwalt Iranbomy: "Zurzeit kann sich mein Mandant zu den Vorwürfen nicht äußern.“