Die Traumfabrik Hollywood ist als Hochburg demokratischer Wähler bekannt, die ihren politischen Lieblingskandidaten auch mal tatkräftig unter die Arme greifen. Als Präsidentschaftsbewerber konnte Barack Obama schon 2007 auf die Hilfe großer Namen zählen, zum Beispiel der schwerreichen Medienmogulin Oprah Winfrey (66, "Die Farbe Lila"), die laut "Politico" zuvor noch nie einen Politiker öffentlich unterstützt hatte. Über zwei Amtszeiten hinweg bezirzten der Ex-Präsident und seine First Lady nicht nur Otto Normalverbraucher weltweit, sondern auch viele einflussreiche Stars und Sternchen.
Die Liste der berühmten und mächtigen Showbiz-Namen, die sich bislang als Fan der Obamas outeten, ist lang. Allen voran steht das Musiker-Ehepaar Beyoncé Knowles (38, "Halo") und Jay-Z (50). Die ehemalige Destiny's-Child-Frontfrau sang bereits bei Obamas erstem Amtseinführungsball 2009 für den Präsidenten, vier Jahre später schmetterte sie die Nationalhymne vor dem US-Kapitol. Weitere prominente Freunde der Obamas sind unter anderem Robert De Niro (76, "Taxi Driver"), Denzel Washington (65, "Flight"), Usher (41), Scarlett Johansson (35), George Clooney (59), Bruce Springsteen (70) und Katy Perry (35). Die Liste ist schier endlos.
Besuch aus Hollywood: 2014 lud Barack Obama (r.) George Clooney (2.v.r.) und Matt Damon (l.) zu einer Vorstellung ihres Films "Monuments Men - Ungewöhnliche Helden" ins Weiße Haus ein. imago images/ZUMA PressSie sind beliebt bei jungen MenschenEin Grund, warum der damalige Senator Obama aus Illinois die Wahl im November 2008 für sich entscheiden konnte, war die Tatsache, dass er die junge Wählerschaft für sich mobilisierte. Er erreichte sie, indem er zahlreiche junge Menschen in sein Wahlkampfteam holte und als erster Präsidentschaftsbewerber intensiv die sozialen Netzwerke nutzte. Bis heute, über zwölf Jahre später, haben der mittlerweile 58-Jährige und seine Frau kaum an Beliebtheit bei den "Millennials" eingebüßt - der Generation, die einen riesigen Anteil der Zielgruppe von Netflix, Amazon Prime und Co. ausmacht und immer noch gerne Geld fürs Kino ausgibt.
Sie stecken voller Energie und IdeenWer Erfolg im Filmgeschäft haben will, braucht vor allem Ausdauer und Ideen. An beidem fehlt es Michelle und Barack Obama nicht. Nach ihrem Auszug aus dem Weißen Haus vor etwas mehr als drei Jahren wurde es zwar zuerst ein wenig still um das Power-Paar, Pläne für die Zukunft schmiedeten sie damals allerdings schon zuhauf. Während andere Ex-Präsidenten nach ihrem Abschied aus dem Amt meist ein eher ruhiges Dasein fristen, verkündeten die Obamas bereits früh neue Projekte. Dazu gehören der Bau des Obama Presidential Center in Chicago, die Veröffentlichung neuer Bücher und der Mega-Deal mit Netflix.
Mit dem Streaming-Giganten wird das ehemalige "First Couple" über mehrere Jahre gemeinsame Sache machen. Es sollen Filme, Serien und Dokumentationen entstehen, eine davon ist "BECOMING - Meine Geschichte". Seit einem Jahr arbeitet die Produktionsfirma der Obamas dem "Hollywood Reporter" zufolge bereits an einer mehrteiligen Doku-Reihe über die Regierung von US-Präsident Donald Trump (73), über eine Zusammenarbeit mit den "Avengers: Endgame"-Regisseuren Joe (48) und Anthony Russo (50) wurde ebenfalls berichtet.
Im vergangenen Sommer soll sich Barack Obama außerdem mit Hollywood-Ikone Steven Spielberg (73, "Jurassic Park") in New York zum Essen getroffen haben. Über was die beiden sprachen, ist bislang nicht bekannt. Klar ist allerdings eins: Eine Zusammenarbeit mit dem Regisseur unzähliger Blockbuster wie "E.T. - Der Außerirdische", "Der weiße Hai" und "Schindlers Liste" würde Michelle und Barack Obama endgültig in die A-Riege Hollywoods katapultieren.