Bei Schäuble Staatsakt - Angela Merkel weicht unbequemen Fragen aus! Was verbirgt die Ex-Kanzlerin

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Bei Schäuble Staatsakt - Angela Merkel weicht unbequemen Fragen aus! Was verbirgt die Ex-Kanzlerin

News (2 / 1) 30.04.2024 15:19 / Peter Symbolbild imago


Trotzdem setzte sich Schäuble durch, und Friedrich Merz entfernt die CDU schrittweise von Merkels politischem Kurs und setzt konservative Akzente. Merkel äußerte, dass sie glaube, sowohl sie als auch Schäuble hätten ihren Beitrag geleistet. Sie schätzte an Friedrich Merz stets seinen wirtschafts- und finanzpolitischen Sachverstand. "Wir hatten manchmal unterschiedliche Meinungen, aber auch Interesse an der gleichen Position, und das kommt in der Politik vor“, fügte sie hinzu.

Dann kehrte sie zu Schäuble zurück: "Bei ihm war nicht immer eine unterschiedliche Meinung ein Streit, sondern das war manchmal ein Disput. Er konnte zuhören, seine Meinung ändern und man hat sich gegenseitig befruchtet.“ Eine Aussage, die implizieren könnte, dass dies bei Merz offenbar nicht der Fall war. Am Rande des Staatsakts trug sich Merkel ins Kondolenzbuch ein und würdigte Schäuble mit den Worten: "Im Gedenken an eine spannende, herausfordernde und immer einem Kompromiss dienende Zusammenarbeit. Danke!“

Französischer Präsident Macron trauert um Wolfgang Schäuble

Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (55, SPD) bezeichnete Schäuble in ihrer Würdigung als "Ausnahmeparlamentarier“. "In seinen Reden beeindruckte er mit intellektuellem Scharfsinn, sprachlicher Präzision und politischer Angriffslust.“ Schäuble sei mit seinem Pflichtbewusstsein „der vollendete Staatsdiener“ gewesen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sagte in seiner Rede über Schäuble auf Deutsch: "Deutschland hat einen Staatsmann verloren. Europa hat eine Säule verloren. Frankreich hat einen Freund verloren.“ Schäubles Wunsch, einen Franzosen im Bundestag sprechen zu lassen, sage viel über sein Vertrauen in Frankreich und Deutschland aus.