Nach mehreren Monaten im Höhenflug erlebt die AfD nun heftigen Gegenwind! In Deutschlands Großstädten formiert sich Protest gegen die Rechtsaußen-Partei, die in Umfragen zuletzt stabil über 20 Prozent erreichte, im Osten sogar mehr. Anlass sind Berichte über ein Treffen von Rechtsradikalen mit Politikern von AfD und CDU in einer Potsdamer Villa, bei dem über die Vertreibung von Migranten und missliebigen Deutschen gesprochen worden sein soll. Nun dreht sich der Wind für die AFD - so ist die Lage:
Sofort nach Bekanntwerden der Teilnahme ihres Sprechers an dem Geheimtreffen trennte sich AfD-Chefin Alice Weidel von ihrem Referenten Roland Hartwig. Köln setzte ein deutliches Zeichen des Protests: Rund 30.000 Menschen demonstrierten am Dienstagabend friedlich bei Live-Musik. Die Teilnehmer forderten die Politik auf, ein Verbot der Partei zu prüfen. Freitag wird in Hamburg demonstriert (Motto: "Hamburg steht auf“, Promi-Unterstützer: Udo Lindenberg). Am Wochenende folgen Frankfurt, Dresden, Erfurt und Hannover. Auch Fußball-Bundesligaclubs und Kirchen rufen zur Teilnahme auf.
Zufall oder Trendwende? In einer neuen Infratest dimap-Umfrage für Baden-Württemberg sank die AfD um 2 Prozentpunkte (auf 18 Prozent).