Trotz des Schreckmoments durchsuchte der Kunde den Rest des Kühlregals, fand jedoch keine weiteren Waren mit dem beschrifteten Etikett. Bei genauerer Betrachtung des Rests des Textes auf dem Aufkleber stellte er weitere Irritationen fest. Dort hieß es unter anderem, dass die Schädlichkeit des Produkts durch "mit Medikamenten und Hormonen versetztes Futtermittel" garantiert werde. Es wurde auch behauptet, dass die Haltungsbedingungen für Bewegungsunfähigkeit sorgen und dadurch ein "besonders zartes und schmackhaftes Leichenteil" entstehe. Der Kunde nahm das ungewöhnliche Produkt mit zur Kasse, wo er es verdeckt scannen ließ, um zu verhindern, dass die Person an der Kasse das Etikett lesen konnte. Die Verpackung behielt er und zeigte sie Freunden und Bekannten.
Wer hinter dem Etikett steckt, ist noch unklar. Es könnte sich um einen schlechten Scherz einer Einzelperson handeln, aber auch eine Aktion einer Aktivistengruppe ist denkbar. Aldi Nord erklärte auf Anfrage, dass der Vorfall in Lünen der erste sei, von dem das Unternehmen Kenntnis habe. Es bleibt abzuwarten, ob in Zukunft weitere solcher Etiketten in Supermärkten auftauchen werden, was möglicherweise zu weiteren Schreckmomenten für die Kunden führen könnte.