Die Feuerwehrleute versuchen derzeit, die Häuser und die umliegenden Flächen abzupumpen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn es nicht regnet und ausreichende Ablaufmöglichkeiten für das abgepumpte Wasser vorhanden sind. In einigen Gebieten, wie dem gefluteten Reiterhof in Niedersachsen, gestaltet sich dies besonders dramatisch. Behrens bedauert: "Dort, wo die Häuser noch immer schwer zugänglich sind, wie in Lilienthal, ist das bis nächste Woche mit den normalen Feuerwehrpumpen nicht zu schaffen.“
In eisigen Temperaturen ist es entscheidend, den Frost nicht ins Gebäude eindringen zu lassen. Betroffene können von außen das Haus mit Stroh- und Heuballen schützen. Alternativ eignen sich auch Wärmedämmplatten aus dem Baumarkt. "Wenn man diese Wärmedämmplatten von außen an die Bauteile bringt, sodass die niedrigen Temperaturen die Baumaterialien nicht gefrieren lassen, dann kann man eine Menge schützen“, rät Bauingenieur Prof. Norbert Gebbeken. Zur Überprüfung des Handlungsbedarfs, beispielsweise nach dem Auspumpen des Kellers, kann ein Feuchtemessgerät aus dem Baumarkt verwendet werden. Für den Fall, dass die Heizung funktioniert, sollten Betroffene sie so gut wie möglich laufen lassen. Falls dies nicht möglich ist, beispielsweise aufgrund von Stromausfällen, kann alternativ mit dem Kamin geheizt oder ein Notstromaggregat genutzt werden, um Wärme zu erzeugen.