Trotz dieser persönlichen Ambitionen präsentiert die CSU einen 25-seitigen Entwurf für ein Regierungsprogramm mit Fokus auf "bürgerlichen Wohlstands-Projekten". Hierzu gehören dauerhafte Grenzkontrollen, Steueranreize für Mehrarbeit, Leistungsstreichungen für Arbeitsverweigerer unter den Bürgergeldempfängern sowie die Einführung eines "Zukunftskontos" für junge Menschen, die einen Freiwilligendienst leisten. Söder betont die Bereitschaft der CSU zu regieren, stellt jedoch klar, dass die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur entweder vor oder nach den Wahlen im Osten im September fallen werde. In Bezug auf mögliche Bündnisse lehnt Söder eine Koalition mit den Grünen ab, da dies bürgerliche Wähler abschrecken würde. Er favorisiert stattdessen eine "Deutschland-Koalition" oder im Bedarfsfall eine Koalition mit SPD und FDP, da dies bei der Mehrheit der Bürger mehr Vertrauen erwecken würde als andere Koalitionsoptionen, einschließlich der Ampel.