Im laufenden Tarifstreit hatte die GDL bereits vor Weihnachten bei ihren Mitgliedern grünes Licht für unbefristete Streiks erhalten. GDL-Chef Claus Weselsky hatte angekündigt, dass Reisende ab dem 8. Januar mit längeren Arbeitskämpfen rechnen müssen. Er bezeichnete die Arbeitgeberseite als "weltfremd" und kritisierte, dass sich die Manager der DB AG zu weit von den Lebens- und Arbeitsbedingungen ihrer eigenen Mitarbeiter entfernt hätten. Der Güterverkehr wird ebenfalls bestreikt, und DB-Personalvorstand Martin Seiler bezeichnete den Arbeitskampf als "absolut überflüssig". Die Bahn sei bereit zu Kompromissen, betonte er, und "Lösungen könnten nur am Verhandlungstisch gefunden werden".