Zwar bietet "Zoom" laut eigenen Angaben SSL- und zusätzliche 256-Bit-Verschlüsselung, aber das Tool geriet in den vergangenen Wochen verstärkt in die Kritik. Der Landesdatenschutzbeauftrage von Baden-Württemberg, Stefan Brink (54), warnt laut dem "SWR" vor schweren Sicherheitslücken und forderte Schulen dazu auf, auf eine Nutzung von "Zoom" zu verzichten. Man behalte sich vor, in Stichproben den derzeitigen Ablauf des Unterrichts zu kontrollieren. Sollte das Tool dennoch genutzt werden, könnten demnach auch Untersagungen oder rechtliche Verwarnungen erteilt werden. Der Südwestrundfunk hatte zuvor berichtet, dass eine "Zoom"-Konferenz einer achten Klasse in Freiburg gehackt worden und pornografisches Material verbreitet worden sei.
Zwei mögliche AlternativenKürzlich hat Google angekündigt, seine Konferenzlösung "Google Meet" für alle Nutzer kostenlos verfügbar zu machen. Die Bereitstellung soll in den kommenden Wochen schrittweise erfolgen. Laut dem Konzern sollen anfallende Daten weder für Werbung verwendet noch an Dritte weiterverkauft werden. Videokonferenzen werden verschlüsselt übertragen - und gespeichert, wenn diese für eine spätere Verwendung vom User aufgezeichnet werden. Besonders für Schulen interessant ist beispielsweise auch die Plattform "BigBlueButton", die für Lehrer entwickelt wurde, damit diese ihr Wissen möglichst unkompliziert an ihre Schüler weitergeben können.