Hamburger Polizist tot! Beim tragischen Tod des 24-jährigen Polizisten Marc-André Horn bei einer Übung in Bad Sülze (Landkreis Rostock) könnte eine mögliche Mitverantwortung der Ausbilder im Raum stehen - nun startet die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen!
Die Staatsanwaltschaft Stralsund hat zwei Jahre nach dem Vorfall Anhaltspunkte dafür gefunden, "dass die verantwortlichen Ausbilder bei Anwendung der erforderlichen Sorgfalt den Tod des Teilnehmers hätten abwenden können", so Staatsanwalt Martin Cloppenburg gegenüber der Schweriner Volkszeitung. Gegen fünf Polizisten wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Diese Beamten waren für die Durchführung des Nachtmarsches verantwortlich. Die neuen Erkenntnisse basieren auf neuerlichen Vernehmungen der Teilnehmer der Übung. "Im Rahmen der ausführlichen Befragungen haben sich Anhaltspunkte dafür konkretisiert, dass der später verstorbene Lehrgangsteilnehmer sich in einem kritischen Gesundheitszustand befand und dies für die verantwortlichen Ausbilder möglicherweise auch erkennbar war", erklärt Cloppenburg. Es handelt sich um das zweite Ermittlungsverfahren in diesem Fall; das erste wurde im Mai 2022 eingestellt. Gegen diese Entscheidung haben die Eltern des verstorbenen Polizisten jedoch Beschwerde eingelegt. Sie werfen den Verantwortlichen vor, nicht rechtzeitig eingeschritten und den Rettungsdienst alarmiert zu haben.