Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine hatte Helsinki seine langjährige militärische Neutralität aufgegeben und zum Schutz vor Russland - wie auch Schweden - eine Mitgliedschaft in der NATO beantragt. Zuletzt unterzeichnete Finnland zudem ein neues Verteidigungsabkommen mit den USA: Es gewährt dem US-Militär Zugang zu 15 finnischen Stützpunkten. Am Mittwoch hatte der russische Rüstungskonzern Rostec seinerseits angekündigt, dass seine modernsten Artilleriesysteme bald an der Grenze zu Finnland und Norwegen stationiert würden. Die Tests der neuen selbstfahrenden Haubitzen Coalition-SV seien abgeschlossen, und die Massenproduktion habe bereits begonnen, sagt Rostec-Chef Sergej Tschemesow der staatlichen Nachrichtenagentur RIA. Bis Ende 2023 werde die erste Serienproduktion ausgeliefert. "Ich denke, dass sie dort bald zum Einsatz kommen werden, denn Haubitzen dieser Klasse sind notwendig, um westliche Artilleriemodelle in der Reichweite zu übertreffen." Zuletzt hatte die finnische Regierung erklärt, die Ostgrenze mit Russland nach einer kurzzeitigen Öffnung erneut zu schließen. Sie werde bis zum 14. Januar geschlossen werden, teilte Innenministerin Mari Rantanen wenige Tage vor Weihnachten. Helsinki wirft Moskau vor, absichtlich Migranten zu seinem westlichen Nachbarn zu schleusen, um diesen zu destabilisieren.