Seit dem Sturz, bei dem Michael Schumacher mit dem Kopf auf einen Stein aufschlug und der Helm kaputtging, ist der bald 55-Jährige nicht mehr öffentlich aufgetreten. Nach dem Sturz kämpfte er tagelang in der Uniklinik von Grenoble ums Überleben und lag längere Zeit im künstlichen Koma. Wie es dem siebenmaligen Weltmeister jetzt geht, ist nicht bekannt. Die Familie schützt die Privatsphäre des gebürtigen Rheinländers. "Michael hat uns immer beschützt, jetzt beschützen wir Michael", sagte Mick Schumachers Mutter und Michael Schumachers Ehefrau Corinna in der Dokumentation "Michael Schumacher". Diese ist seit September 2021 beim Streamingdienst Netflix verfügbar. Es sei extrem schwierig für ihn, den Film anzusehen, sagte Mick Schumacher damals der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Das zeigt, wie viel Gefühl darin steckt, wie viele Emotionen er auslöst." In der Dokumentation gewährte die Familie erstmals gewisse Einblicke in das Leben nach dem Unfall. Mick Schumacher sagte: "Ich glaube, dass Papa und ich uns jetzt auf eine andere Art und Weise verstehen würden - einfach, weil wir in einer ähnlichen Sprache sprechen, dieser Motorsportsprache. Und dass wir viel mehr zu besprechen hätten." Dafür würde er alles aufgeben.
Im kommenden Jahr wird Mick, ähnlich wie einst Michael vor seiner historisch erfolgreichen Formel-1-Karriere, unter anderem in Le Mans starten. Nach seinen Debütjahren in der Motorsport-Königsklasse 2021 und 2022 hat er für dieses und nächstes Jahr kein Stammcockpit erhalten. 2024 wird er neben seiner Rolle als Test- und Ersatzfahrer bei Mercedes für Alpin in der Langstrecken-Weltmeisterschaft antreten. "Ich mache es quasi andersherum, warum nicht", sagte Mick Schumacher beim diesjährigen Formel-1-Finale in Abu Dhabi. "Ich fand immer, dass es viele zufällige Ähnlichkeiten zur Karriere meines Vaters gibt."