Ist das Putins Schwachstelle? Die ukrainische Armee erzielte einen beeindruckenden Erfolg am Dienstagmorgen, indem sie mittels zweier westlicher Marschflugkörper das schwere russische Landungsschiff Nowotscherkassk im Hafen der Stadt Feodossija auf der seit 2014 besetzten ukrainischen Halbinsel Krim zerstörte. Liegt hier das Einfallstor für die ukrainische Armee?
Der erfolgreiche Angriff führte nicht nur zur Zerstörung des 112 Meter langen und 2200 Tonnen schweren Kriegsschiffs, sondern die massive Explosion an Bord deutet darauf hin, dass das Schiff möglicherweise – wie von ukrainischen Quellen behauptet – Munition oder sogar Kamikaze-Drohnen vom Typ "Geran-2" transportierte. Dieser Triumph folgt nur wenige Tage nach dem Abschuss von bis zu vier russischen Su-34-Jagdbombern, die zuvor Angriffe auf das ukrainische Festland von der Krim aus starteten. Warum wird die seit 2014 illegal annektierte Krim immer wieder zum Ziel? Die Antwort liegt darin, dass sie für Putin im Krieg gegen die Ukraine ein Schwachpunkt ist. Das hat mehrere Gründe: Geografisch liegt die Krim günstig für die ukrainische Armee und ihre westlichen Verbündeten. Nato-Spionageflugzeuge über dem Schwarzen Meer können jede Militärbewegung und jeden geheimen Funkspruch auf der Halbinsel registrieren und die Informationen direkt an das ukrainische Militär weitergeben. Teile der Krim befinden sich innerhalb der Reichweite moderner ukrainischer Hightech-Waffensysteme aus dem Westen, wie dem aus Deutschland gelieferten Flugabwehrsystem Patriot mit einer Reichweite von 160 Kilometern und den "Storm Shadow"-Marschflugkörpern mit einer Reichweite von 250 Kilometern.