In mecklenburg-vorpommerischen Schwerin sorgte eine geplante Abschiebung in der evangelischen Petrusgemeinde für Großalarm. Die Polizei sperrte die Kirche ab und musste sich gewaltsam Zutritt zu einer Wohnung auf dem Gelände verschaffen.
Am Mittwochmorgen hatten Beamte beabsichtigt, zwei Flüchtlinge im Alter von 18 und 22 Jahren in Abschiebegewahrsam zu nehmen, um sie in ihre Heimatländer zurückzuführen. Die Situation entwickelte sich jedoch anders als geplant, erklärte Polizeisprecherin Juliane Zgonine. Eine Frau verhinderte die Abschiebung, indem sie sich mit ihrer sechsköpfigen Familie in der Wohnung einer Kirchengemeinde verschanzte. Gemäß Informationen der BILD hat die afghanische Frau die Beamten bedroht. Die Polizei nahm die Drohung ernst und bestätigte eine mögliche "Gefährdungslage", so die Sprecherin.
Ein Großaufgebot der Polizei rückte auf dem Kirchengelände an, und schwer bewaffnete Spezialkräfte begleiteten ein Verhandlungsteam zum Einsatzort. Dieses sollte mit den Verschanzten verhandeln, während gleichzeitig Beamte mit Rammbock und Kettensäge in Stellung gingen.