Gunther Emmerlich, der 1944 in Eisenberg geboren wurde, wurde vor der Wende 1988 zum DDR-Fernsehliebling gewählt und erhielt 1990 den Bambi sowie 1997 das Bundesverdienstkreuz. Für sein Lebenswerk wurde er zum 75. Geburtstag mit der „Goldenen Henne“ geehrt. Der gefeierte Opernsänger lebte seit 1979 in der „Villa Marie“ im noblen Dresdner Stadtviertel am Weißen Hirsch, die er zu einem Mehrgenerationen-Haus machte. Dort wohnte er mit seinem Sohn, dessen Lebensgefährtin und zwei Enkelkindern. Emmerlich, der sich 2014 nach 35 Jahren Ehe von seiner Frau Anne-Kathrein trennte, pflegte bis zu ihrem Tod 2020 ein gutes Verhältnis zu ihr. Er studierte zunächst an der Ingenieurschule für Bauwesen in Erfurt und ab 1972 an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar im Fach Operngesang. Bekannt war er vor allem für seine Bassbariton-Stimme, die nun für immer verstummt ist.