Seit dem 17. Dezember ist im Internet eine Unterschriftenliste online, die jeden Tag länger wird. Am 19. Dezember hatten schon rund 1000 Menschen unterschrieben. Die meisten davon waren Dozenten von Hochschulen und (Elite-)Universitäten in Städten wie München, Nürnberg, Regensburg, Augsburg oder Bamberg. Doch auch Kollegen aus Köln, Berlin, London oder sogar Toronto (Kanada) haben sich der Aktion angeschlossen. Sogar die Gewerkschaften Verdi und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft unterstützen den Protest.
Die Organisatoren der Unterschriftenaktion haben ihre Kritik an dem geplanten Verbot inklusiver Sprache deutlich gemacht. Sie argumentieren, dass dies eindeutig den im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland sowie den im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz verbürgten Rechten widerspricht. Sie betonen, dass ein Verbot ein Rückschritt sei und den grundgesetzlich verankerten Prinzipien der Gleichbehandlung widerspricht. Daher fordern sie Ministerpräsident Markus Söder auf, den Schulen, Hochschulen und Verwaltungen die Freiheit zu überlassen, wie sie in ihrer Sprache Gleichbehandlung ausdrücken wollen.