Al Pacino wird 80: Der Pate, das Narbengesicht, die Lachnummer

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Al Pacino wird 80: Der Pate, das Narbengesicht, die Lachnummer

Stars (2 / 1) 25.04.2021 23:33 / Peter Symbolbild Admedia / ImageCollect.com


"Besser in der Hölle regieren, als im Himmel zu dienen" also? Nicht ganz, oft genug fand sich Pacino auch auf der richtigen Seite des Gesetzes wieder. Als idealistischer Anwalt in "... und Gerechtigkeit für alle" (1979) etwa, oder als mal mehr ("Serpico", 1973), mal weniger rechtschaffener Cop ("Insomnia", 2002) - ja selbst seinem eigenen "Paten"-Papa Robert De Niro (76) legte er in "Heat" (1995) das kriminelle Handwerk. Bis in die Gegenwart zieht sich Pacinos Hang, das Leinwandgesetz mal zu vertreten - oder es nur zu treten. Als korrupter Jimmy Hoffa brillierte er 2019 in Martin Scorseses (77) "The Irishman" (erneut an der Seite von De Niro), seit 2020 jagt er in seinem Seriendebüt "Hunters" diabolische Nazi-Schergen.

Erst der Oscar, dann die Himbeere

Anerkennung fand Pacino für seine Bandbreite zuhauf. Acht Oscar-Nominierungen erhielt der Mime bis dato, alleine zwei davon für "Der Pate I & II". Bei seinem bis heute einzigen Gewinn des Goldjungen schlüpfte er jedoch weder in Polizeiuniform noch in die Gangsterrolle, sondern in die des verbitterten, blinden Kriegsveterans in "Der Duft der Frauen" (1992).

Dem Vernehmen nach hätte Pacino um ein Haar sogar noch einen anderen Frauenflüsterer spielen sollen - er lehnte jedoch angeblich ab und so lief an seiner Stelle Richard Gere (70) eine "Pretty Woman" über den Weg. Apropos: Schöne Frauen traf Pacino auch abseits der Kameras. Bester Beweis sind seine drei Kinder, eine Tochter mit Jan Tarrant und Zwillinge mit der Schauspielerin und Sängerin Beverly D'Angelo (68). Über 60 war Pacino beim doppelten Familienzuwachs im Jahr 2001 bereits. Eines fand sich dabei bis heute aber nie - ein Ring am Finger des Hollywood-Stars.

Ob er das in Retrospektive als Makel ansieht, weiß wohl nur er. Weniger Zweifel dürfte dagegen bezüglich der größten Blamage im ansonsten so beachtlichen Lebenslauf des Stars herrschen. Es war das Jahr 2011, als Pacino den vielleicht größten Fehler seines Lebens beging und eine Rolle in der Adam-Sandler-Komödie "Jack und Jill" annahm. Der Lohn für seine Teilnahme an dem katastrophalen Machwerk? Zwei Goldene Himbeeren, seine bislang und hoffentlich auf ewig einzigen.