Erst vor wenigen Tagen hatte eine positive Meldung aus den USA für Hoffnung gesorgt. Bei einem Test in Chicago hatten Testresultate mit Remdesivir, das ursprünglich als Medikament gegen Ebola entwickelt worden war, für Euphorie gesorgt. Angeblich sollen dort 125 Patienten an der Universitätsklinik in Chicago überwiegend erfolgreich mit dem antiviralen Medikament behandelt worden sein. Nach Angaben der Klinik konnten die meisten Patienten bereits lang vor der auf 10 Tagen angesetzten Behandlungszeit das Krankenhaus verlassen. Doch diese Studie läuft anscheinend noch. Die Ergebnisse aus Chicago seien lediglich Teil einer weit größeren Studie, die landesweit in den USA durchgeführt wird.
Anscheinend hatte auch die WHO lange auf Remdesivir als Hoffnungsträger gesetzt. Denn nach und nach scheinen alle im Gespräch befindlichen Medikamente in den Studien zu floppen. Erst in den letzten Tagen war bekannt geworden, dass das von US-Präsident Trump hochgelobte Chloroquin ebenfalls keine Wirkung gegen das Coronavirus hat und zudem über starke Nebenwirkung verfügt.
Remdesivir wird schon seit längerem als einer der wenigen Hoffnungsträger gehandelt. Noch stehen jedoch Studien zu den Medikamenten Lopinavir und Ritonavir aus, die als Medikamentenkombination unter dem Namen Kaletra vertrieben werden. Noch besteht jedoch die Möglichkeit, dass die Studie in den USA das Ergebnis der chinesischen Studie widerlegt.