In dieser Woche wurden bereits mehrere mögliche Medikamente gegen das ansteckende Coronavirus getestet. Nachdem zunächst in Studien bewiesen worden war, dass das normal gegen Malaria eingesetze Medikamente Cloroquin keine positive Wirkung bei der Behandlung des Coronavirus hat, wird jetzt bekannt, dass auch das als Hoffnungsträger gehandelte Medikament Remdesivir gegen den Erreger wirkungslos bleibt. Die Aktie von Hersteller Gilead fiel nach Veröffentlichung der Studie deutlich.
In den letzten Tagen gab es vermehrt positive Meldungen über das Medikament Remdesivir, dass als eines der Hoffnungsträger für den Kampf gegen die Lungenkrankheit Covid-19 galt. Doch laut eines Medienberichts hat sich das Medikament in einer klinischen Studie in China als nicht wirksam erwiesen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte versehentlich Dokumente chinesischer Studien veröffentlicht, aus denen hervorgeht, dass sich der Zustand der Patienten durch das Medikament nicht verbessert habe. Die Dokumente sollen angeblich belegen, dass es nicht gelungen sei, die Verbreitung des Coronavirus im Blut der Patienten zu reduzieren. Der Pharmakonzern Gilead erklärte die Studie wegen geringer Teilnehmerzahl für statistisch nicht verwertbar. Trotzdem fielen die Aktien der Pharmafirma nach der Bekanntgabe am Donnerstag stark ins Minus und lagen zeitweise um mehr als sechs Prozent unter dem Eröffnungskurs.