Der Pfandleiher brachte die Schmuckstücke aufgrund von Beschädigungen zu einem Juwelier. Dieser erkannte die Beute aus dem spektakulären Raub im KaDeWe vom 20. Dezember 2014 und leitete Ermittlungen in Österreich ein. Fünf Räuber, darunter zwei Brüder der Al.-Z. Familie, stürmten damals den Luxus-Juwelier im KaDeWe. Sie zerschlugen Vitrinen aus Sicherheitsglas, sprühten Reizgas auf Mitarbeiter und Kunden und entkamen mit 15 Rolex-Uhren und fünf Leopard-Colliers. Die Täter wurden gefasst und teilweise zu Haftstrafen von knapp sieben Jahren verurteilt.
Im März 2017 wurde die ehemalige Chefin des Lokals "Grand QBA" in Berlin-Wilmersdorf vor dem Amtsgericht Tiergarten zu einer Geldstrafe verurteilt. Sie hatte behauptet, das Schwalbencollier (Wert: 277.650 Euro) in einer Plastiktüte auf dem Boden des Restaurants gefunden zu haben. Wie die Polizei davon erfuhr? Eines Tages war die Kette plötzlich weg - ein Bekannter von S. wollte sie zu Geld machen. Doch eine Pfandleiherin wurde misstrauisch und informierte die Beamten. Dadurch stießen sie auf Esra S.
Vor dem Wiener Landgericht erzählte der Angeklagte Rabih E. eine kuriose Geschichte: Er behauptete, die Ohrringe aus der Reihe "Animal World" auf der Toilette des Restaurants "Grand QBA" gefunden zu haben. Das Gericht glaubte ihm jedoch nicht und verurteilte den 43-Jährigen unter anderem wegen Hehlerei zu 18 Monaten Haft.
Nun sind also zwei der geraubten Chopard-Stücke im Wert von 431.650 Euro wieder aufgetaucht. Der Rest der Beute ist jedoch weiterhin verschwunden.