Ihre bayerische Oma habe sie schon als Kind gelehrt, das Leben so zu nehmen wie es kommt, erzählte Hannelore Elsner, als sie 2011 im Rahmen ihrer Autobiografie "Im Überschwang" in der NDR-Talkshow "DAS!" zu Gast war.
Dass man gegen das Spiel des Lebens machtlos ist, musste Hannelore Elsner schon früh lernen. Ihr Bruder Manfred wurde bei Kriegsende im März 1945 bei einem Tieffliegerangriff getötet. Ihr Vater starb als sie acht Jahre alt war an Tuberkulose. Ihre Mutter blieb ihr fremd. "Kurz bevor sie starb, gab es einen Moment, wo wir uns verabredet hatten zum Gespräch. Daraus wurde nichts; an dem Tag, an dem wir uns treffen wollten, starb sie ganz plötzlich an Herzversagen. Mit 59 Jahren", erzählte sie 2011 der "Süddeutschen Zeitung".
Für ihren Sohn ist es "noch immer brutal"Zweimal war Hannelore Elsner insgesamt verheiratet. Ihre erste Ehe mit Schauspieler und Synchronsprecher Gerd Vespermann (1926-2000) hielt zwei Jahre, die zweite Ehe mit dem Dramaturgen Uwe Carstensen (64) dauerte von 1993 bis 2000. Aus der Beziehung mit Regisseur Dieter Wedel (80) stammt ihr Sohn.
Wie nahe sich Mutter und Sohn standen, lässt sich den Zeilen entnehmen, die er ebenfalls in der "BamS" veröffentlichte: "Nun bin ich wirklich gnadenlos auf mich allein gestellt. Diese Erkenntnis ist noch immer brutal. Ich werde sie nie wieder anrufen, nie wieder um Rat fragen können. Manchmal bin ich deshalb sehr verzweifelt und weine. Dann mache ich weiter. Meine Mutter hätte sicher nicht gewollt, dass ich meinen Lebensmut verliere, weil sie nicht mehr da ist", so Dominik.