Ärzte in großer Sorge - Schaden die Beatmungsgeräte Covid-19-Patienten?

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Ärzte in großer Sorge - Schaden die Beatmungsgeräte Covid-19-Patienten?

Lifestyle (2 / 1) 20.04.2021 23:33 / Julia Symbolbild imago


Behandlung von Lungenentzündung und Covid-19 sind unterschiedlich

Und eine Studie zum Einsatz von Beatmungsgeräten bei Covid-19-Patienten stützt die These der Ärzte. Denn laut der britischen Zeitung "Daily Star" wurde auch bei der Behandlung von Premierminister Boris Johnson auf den Einsatz eines Beatmungsgeräts verzichtet und stattdessen auf eine Atemmaske zurückgegriffen. Außerdem zeigte eine Studie in Großbritannien, dass von 98 Covid-19-Patienten, die an ein Beatmungsgerät angeschlossen wurden, trotzdem zwei Drittel der Patienten verstorben sind. Dies bestätigt der Bericht des Intensive Care National Audit and Research Center. Der britische Arzt Dr. Cameron Kyle-Sidell weist auf einen grundlegenden Unterschied in der Behandlung einer Lugenentzündung und der Covid-19-Patienten hin. "In Fällen von Lungenentzündung erledigt das Beatmungsgerät die Arbeit, die die Muskeln des Patienten nicht mehr leisten können, weil sie zu müde sind, um dies zu tun. Aber die Muskeln von Covid-19-Patienten sind in Ordnung. Sie leiden an Sauerstoffversagen, nicht an Atemversagen", erklärt Dr. Cameron Kyle-Sidell. Mit dieser Aussage erhält er die Unterstützung seiner Kollegen, wie zum Beispiel Dr. Luciano Gattinoni von der Medizinischen Universität Göttingen. Auch dieser ist nämlich der Meinung, dass die Beatmungsgeräte die Lungen der Patienten zusätzlich verletzen könne.