In Italien hat das gefährliche Coronavirus wirklich schlimm gewütet. Mehr als 22.000 Italiener sind an den Folgen des Virus gestorben. Der Ausdruck "italienische Verhältnisse" wurde in Deutschland als Warnung vor schlimmen Verhältnissen genutzt. Doch nun scheint auch dort die 1. Welle des Virus überstanden und die Regierung denkt über Lockerungen der strengen Vorgaben nach. Doch diese könnten in dem Land einen neuen Nord-Süd-Konflikt ausbrechen lassen.
In der Statistik sind lediglich in den USA mehr Menschen am Coronavirus gestorben als in Italien. Dabei hat es vor allem den Norden des Landes hart getroffen. Allein in der Region Lombardei wurden in zwei Monaten mehr als 11.800 Todesopfer gezählt. Damit wurden bei diesem schrecklichen Ereignis etwa fünf Mal mehr Zivilisten getötet als im gesamten 2. Weltkrieg in dieser Region. Man erlebe eine „große Tragödie“, die auch aktuell noch nicht komplett besiegt worden ist, wird der Notfallkommissar Domenico Arcuri zitiert.
Trotzdem sind die Anzahl der Neuinfektionen nun soweit zurückgegangen, dass die italienische Regierung erste Lockerungen der strengen Maßnahmen in Aussicht stellen kann. In den Regionen beginnen die Bürger sich langsam aber sicher aus dem Panik-Modus zu befreien.