Afrika vor Corona-Tragödie! 3 Mio Tote drohen! Wird Afrika das neue Epizentrum des Coronavirus?

Seite 2 / 2

Afrika vor Corona-Tragödie! 3 Mio Tote drohen! Wird Afrika das neue Epizentrum des Coronavirus?

Lifestyle (2 / 1) 19.04.2021 23:33 / Simo Symbolbild imago


Die Wirtschaftskommission für Afrika der Vereinten Nationen (UNECA) befürchtet bei einem massiven Ausbruch des Coronavirus mit 300 000 bis zu 3,3 Millionen Todesopfern. Experten sind sicher, dass nur drastische Maßnahmen helfen könne, um eine vollkommene humanitäre Katastrophe zu vermeiden. Falls die Lage außer Kontrolle gerät könnten sich in Afrika bis zu 1,2 Millarden Menschen mit dem Virus infizieren. Sollten jedoch ähnliche Beschränkungen, wie in anderen Teilen der Welt getroffen werden, könnte man die Anzahl der Infekionen auf etwa 122 Millionen Menschen absenken. In den nächsten Tagen sollen nun insgesamt 1 Millionen Tests in den Ländern verteilt werden, die die panafrikanische Gesundheitsbehörde bei einem deutschen Unternehmen bestellt hat.

Hier ist das Virus am weitesten verbreitet

Bisher sind vor allem die in Nordafrika angesiedelten Länder Algerien, Ägypten und Marokko am schlimmsten vom Coronavirs betroffen. Im Süden von Afrika liegt Südafrika mit insgesamt 2783 infizierten Patienten und 50 Todesopfern an der Spitze der Statistik. Die Experten der UNECA fordern nun ein Rettungspaket von mindestens 100 Milliarden Dollar, die zwischen den 54 afrikanischen Länder für die medizinische Ausrüstung ausgegeben werden sollen. Mit diesem finanziellen Aufwand könnte Ausbreitung des Coronavius noch unter Kontrolle gebracht werden. In vielen Ländern unterscheiden sich die getroffenen Schutzmaßnahmen und Kontaktbeschränkungen.

Amnesty International (AI) fürchtet bereits jetzt eine humanitäre Katastrophe, da wegen der drastischen Ausgehbeschränkungen im Süden Afrikas einige Millionen Menschen bereits Nahrungsmittel benötigen. Deshalb forderte AI die jeweiligen Regierungen in der Region auf, die Bürger ihrer Länder mit Nahrungsmitteln zu versorgen.

„Die Mehrheit der Menschen lebt von der Hand in den Mund; das bedeutet, dass sie es sich nicht leisten können, eine Woche lang – geschweige denn einen Monat – im Lockdown zu verbringen, weil sie keine finanziellen Mittel für das Anlegen von Vorräten haben“, prognostiziert der Amnesty-Direktor Deprose Muchena. Es dürfte sicher sein, dass die Situation sich zuspitzen könnte, wenn die Menschen in Afrika keinen Zugang zu Nahrungsmitteln bekommen, Aus den ersten Ländern werden bereits Plünderungen von Lebensmittelgeschäften gemeldet.