"Ich habe einen Laptop, auf den remote zugegriffen werden kann und die Daten werden sofort nach dem Dreh hochgeladen und kommen in die Post, wie man sagt, also zu den Cuttern und Musikern und Mischtonmeistern. Außerdem gibt es noch ein Team, dass Charlottes Desktop zusammenbaut, unser Fenster in ihre Seele."
Das Drehbuch für den nächsten Tag gebe es meist erst am Vorabend. Einzelne Sequenzen würden manchmal sogar erst am Tag der Ausstrahlung eingefügt. "Eine ziemliche Herausforderung, wenn man gesehen hat, wie viel meine Figur Charlotte quatscht. Und eine sehr unmittelbare Erfahrung, wenn man am Abend schon Feedback auf Social Media und von Freunden bekommt. So distanzlos habe ich das noch nie erlebt. Zumal wir alle noch nicht wissen, wo die Reise hinführt, weder in der Geschichte noch im echten Leben."
Vor und hinter der Kamera ein PaarIm echten Leben ist Wilson mit ihrem Schauspielkollegen Barnaby Metschurat (45) liiert, gemeinsam haben sie zwei Kinder. Auch in "Drinnen" spielen sie ein Paar. "Weil es total Sinn macht. Alle Paare in 'Drinnen' sind auch im echten Leben Paare", erklärt Wilson. "Anders hätten die Autoren ja niemals die Chance, ein Paar auch mal gemeinsam in einem Bild zu zeigen wegen der Kontaktsperre. Aber im Moment ist Barnaby wirklich auf dem Land wie in der Serie."
Und wie sehr nagt die Corona-Isolation privat an Wilsons Nerven? "Im Moment geht's, ich habe vor lauter Arbeit keine Zeit, mir Sorgen zu machen", lacht die 40-Jährige. Doch auf eines freue sie sich jetzt schon ganz besonders: "Auf Kommunikation ohne Technik dazwischen".