Warum die Cups aus Biosilikon benutzen, wenn doch Faszienrollen weitaus bekannter sind? Die Physiotherapeutin erklärt: "Die große Faszienrolle wirkt mit großflächigem Druck auf breite Körper- und Faszienstrukturen ein. Dies leider auch häufig oberhalb der Schmerzgrenzen." Mit den Cups sei hingegen eine "individuelle Selbstbehandlung im 'Wohlweh'-Bereich" möglich.
Allerdings kommt es auch hier auf die richtige Dosierung an. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, wird der Cup auf dem sogenannten Triggerpunkt platziert. "Pro Anwendung genügt zunächst eine Minute Behandlungszeit", führt Kiesling aus. Sie selbst arbeite gern mit der 5:2 Methode. "Das heißt fünfmal in der Woche eine Anwendung und an zwei Tagen eine Regenerationspause." Halte man dieses Verhältnis ein, so würde sich bei mittelschweren Verfilzungen schon nach zwei bis drei Wochen eine "entscheidende Verbesserung" einstellen.
Das Bindegewebe profitiertDass Faszientraining gut für das Bindegewebe ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Und auch Cupping kann laut Expertin einen Teil dazu beitragen. "Wenn das Bindegewebe, also die faszialen Anteile, durch das Cupping und die entsprechenden Körperübungen gelöst sind, zeigt sich anschließend ein optimales Hautbild." Aber nicht nur die Sichtbarkeit von Cellulite, auch jene von Narben könne durch die moderne Schröpfmethode reduziert werden.