Laut dem Bundeskriminalamt (BKA) werden derzeit 27.480 Personen in Deutschland als radikale Islamisten geführt. Unter den als Gefährder eingestuften Personen, also jenen, denen Sicherheitsbehörden Anschläge zutrauen, stellen Islamisten die größte Gruppe dar. Von insgesamt 608 als Gefährder eingestuften Personen sind mehr als 80 Prozent Islamisten, berichtet die "Bild". Zusätzlich zu diesen Gefährdern gibt es knapp 500 "relevante Personen" aus deren Umfeld. Etwa 100 befinden sich derzeit in Haft, während 200 im Ausland leben.
Andreas Roßkopf, der Gewerkschaftschef der Bundespolizei, warnt vor terroristischen Anschlägen durch radikale Gruppen in Deutschland. "Der Nahost-Konflikt hat auch Auswirkungen bei uns", erklärt er gegenüber der "Bild". Roßkopf sorgt sich besonders darüber, dass vermehrt Islamisten über die Balkan-Route aus dem Nahen Osten nach Deutschland gelangen könnten. Aufgrund der Angst vor Terroristen führen immer mehr EU-Länder wieder Grenzkontrollen ein. "Dadurch wird es potenziellen Terroristen erheblich erschwert, ungehindert in unser Land zu gelangen", fügt Roßkopf hinzu.