Ist der "Dritte Weltkrieg" unvermeidlich? Bekannter Journalist äußert drastische Befürchtung

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Ist der "Dritte Weltkrieg" unvermeidlich? Bekannter Journalist äußert drastische Befürchtung

News (2 / 1) 04.05.2024 18:32 / Simo Symbolbild imago


Stephens zieht Vergleiche zum 2. Weltkrieg

Stephens erinnert daran, dass der Zweite Weltkrieg letztendlich das Ergebnis einer Eskalation von Konflikten war. Ähnliche Entwicklungen seien heute zu beobachten, wobei Russland, der Iran, China und Nordkorea eine Achse gegenüber den offenen Gesellschaften bilden. Ob dies tatsächlich zum nächsten Weltkrieg führen wird, ist ungewiss, aber er äußerte, dass er noch nie so besorgt über die weltpolitische Lage war wie heute. In Bezug auf den Konflikt zwischen Israel und Hamas erklärt er, dass städtische Kriege immer grausam seien, insbesondere wenn der Feind unkonventionelle Taktiken einsetzt. Hamas setze alles daran, hohe Opferzahlen zu provozieren, wobei jeder getötete Israeli für sie als Sieg gilt und jeder getötete Palästinenser als Propagandaerfolg. Es sei wichtig, nicht in die Hände von Hamas' zynischen Kalkulationen zu spielen. In den USA und Europa seien Menschen auf die Straße gegangen und hätten gegen Israel protestiert, kurz nach den Massakern im Süden Israels.

Gefahr auch in Europa groß - Kritik an Einwanderungspolitik

Die größten Pro-Hamas-Demonstrationen fanden in Europa statt, was er als gefährlich ansieht. Er spricht von einer toxischen politischen Allianz zwischen islamistischen Extremisten, Fundamentalisten und der extremen Linken im Westen. Diese Allianz kombiniere latenten Antisemitismus mit einem "modernen" Anti-Zionismus. Zusätzlich sei das Versagen der "anständigen Linken" in Bezug auf die Verteidigung Israels besorgniserregend. Abschließend diskutiert er die Möglichkeit, dass "Hamas-Demos" ein Resultat einer fehlgeschlagenen Einwanderungspolitik in Europa sein könnten. Er argumentiert, dass es weniger ein Problem der Einwanderung als vielmehr ein Problem der Integration sei. Einwanderung könne eine Gesellschaft bereichern, sollte jedoch mit der klaren Erwartung einhergehen, dass Einwanderer die Werte ihres neuen Lebensortes, wie Toleranz, Pluralismus, Rechtsstaatlichkeit und religiöse Freiheiten, akzeptieren müssen. In Europa gebe es Anzeichen von Radikalisierung und Terrorgefahr, was zeige, dass die Integration vieler Einwanderer gescheitert sei und Einwanderung zu einem Fluch geworden sei.