300 Rechtsextreme bedrohen Ministerpräsident Kretschmer in Sachsen! "Politiker nirgendwo mehr sicher!"

Seite 1 / 2

300 Rechtsextreme bedrohen Ministerpräsident Kretschmer in Sachsen! "Politiker nirgendwo mehr sicher!"

News (1 / 1) 27.03.2024 19:48 / Olga Symbolbild imago


In Dresden haben Hunderte Anhänger der rechtsextremen Partei "Freie Sachsen" gegen eine geplante Flüchtlingsunterkunft demonstriert und sind dabei bis vor das Wohnhaus von Ministerpräsident Michael Kretschmer (48, CDU) gezogen - und diesen und andere Politiker bedroht! "Kein Deutscher Politiker darf sich mehr sicher fühlen" - Kapituliert der Staat vor der rechten Gewalt?

Demonstration gegen geplante Flüchtlingsunterkunft

Die Partei, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird, hatte unter dem Motto "Nein zum Heim und guten Morgen, Herr Kretschmer" zu Protesten in der sächsischen Landeshauptstadt aufgerufen. Am Nachmittag versammelten sich etwa 300 Menschen in Klotzsche, einem Stadtteil von Dresden, während rund 70 Menschen an einem Gegenprotest teilnahmen. Die Demonstranten trugen Plakate und Flaggen und riefen Parolen wie "Kretschmer muss weg, Kretschmer muss weg!" Der bekannte Neonazi Max Schreiber trat als Redner auf und äußerte über ein Mikrofon, dass Politiker sich selbst in ihren eigenen Häusern nicht mehr sicher fühlen dürften, was als offene Drohung interpretiert werden kann. Die Polizei sicherte den Aufmarsch und das Wohngebiet ab, und die Situation blieb friedlich. Zum Zeitpunkt der Demonstration war der Ministerpräsident nicht zu Hause. Justizministerin Katja Meier (44, Grüne) äußerte sich dazu auf der Plattform X (ehemals Twitter) und betonte, dass solche Störaktionen keinen Ausdruck legitimer politischer Auseinandersetzungen darstellen, sondern im Gegenteil einen schändlichen Angriff auf die Demokratie darstellen.