Wird die Wahrheit vertuscht? Nordkorea meldet keine Infektionen mit dem Coronavirus

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Wird die Wahrheit vertuscht? Nordkorea meldet keine Infektionen mit dem Coronavirus

Lifestyle (2 / 1) 09.04.2021 23:33 / Frank Symbolbild imago


Doch auch Nordkorea hat harte und einschneidende Maßnahmen getroffen. Es herrscht eine komplette Ein- und Ausreisesperre, Flüge bleiben am Boden, Zugverbindungen sind ausgesetzt und sämtliche Schulen und Universitäten des Landes bleiben geschlossen. Alle Ausländer im Land, darunter auch Diplomaten aus aller Welt, wurden unter eine 30-tägige Quarantäne gestellt. Die deutsche Botschaft hat daraufhin Ende Februar das Personal aus dem asiatischen Land abgezogen. Die gleichen Schutzmaßnahmen wurden anscheinend auch bei den Militäreinheiten des Landes angewendet. Am 13. März berichtet US-General Robert Abram, dass ein Großteil der nordkoreanischen Streitkräfte "etwa 30 Tage eingeschlossen" gewesen waren und erst kürzlich wieder mit Routinetraining begonnen hätten. Radaraufnahmen belegen, dass Nordkoreas Militärs innerhalb von 24 Tagen kein einziges Flugzeug in der Luft hatten. Für den erfahrenen General ein Hinweis darauf, dass auch Nordkorea mit dem Virus zu kämpfen hat.

Trump schreibt einen Brief an Kim Jong Un

Die Diktatur in dem kommunistischen Land setzt wieder einmal darauf vor allem nach innen die Situation zu kontrollieren. Nach außen sendet das Land hingegen eindeutige Signale, dass man sich von niemandem etwas vorschreiben lässt. Wie schon am Jahresbeginn angekündigt hat das Land im März insgesamt 4 Mal Interkontinentalraketen gestestet. Nach Aussagen der Führung in Pjöngjang werde man sich nicht weiter an das Moratorium für Atomversuche und Raketentests halten. Am 22. März hatte die staatliche, nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA für Aufregung in den internationalen Medien gesorgt, als diese von einem persönlichen Brief von US-Präsident Trump an Kim Jong Un berichtete. In dem Brief soll Trump dem Land eine Verbessserung der bilateralen Beziehungen sowie Hilfe bei der Seuchenbekämpfung angeboten haben. Mittlerweile wurde die Echtheit des Briefes vom Weißen Haus bestätigt. Es scheint also nicht ganz ausgeschlossen, dass auch Nordkorea mit dem ansteckenden Virus zu kämpfen hat.