In Estland, an der Grenze zu Russland, bereitet man sich auf mögliche Bedrohungen aus dem Osten vor. Freiwillige in der Universität Tartu fertigen bereits Tarnnetze für die Soldaten an, um sie vor den Gefahren des russischen Konflikts zu schützen. Über diese Landenge könne Putin direkt ins Baltikum einmarschieren, die NATO hat bereits die Truppen vor Ort verstärkt - das ist die Lage:
Estland plant, seine Verteidigungsausgaben zu erhöhen, um sich gegen mögliche Aggressionen zu wappnen. Diese Maßnahmen gehen jedoch nicht ohne Kontroversen vonstatten, da sie zu Steuererhöhungen führen, die die Bevölkerung am eigenen Geldbeutel spürt. Premierministerin Kaja Kallas, die als vehementer Widersacher von Kremlchef Wladimir Putin bekannt ist, geriet in eine Glaubwürdigkeitskrise aufgrund von Geschäften ihres Ehemannes mit Russland. Dies wurde von vielen Esten als heuchlerisch empfunden, da Kallas wiederholt einen besseren "moralischen Kompass" von anderen Ländern und ihren Landsleuten in Bezug auf Russland gefordert hatte.
Trotz dieser Herausforderungen bleibt Estland entschlossen, sich auf mögliche Gefahren vorzubereiten. Die Versorgungssicherheit des Landes ist gewährleistet, obwohl die defekte Gaspipeline Balticconnector für Besorgnis sorgt.