An der Ostseeküste gibt es nun langsam Entwarnung, da der Sturm nachgelassen hat und das Wasser langsam zurückgeht. Die Küstenbewohner bereiten sich auf das Aufräumen vor, doch gleichzeitig werden die Schäden sichtbar, und an vielen Orten herrscht immer noch Chaos.
In Flensburg erreichte der Pegel in der Nacht einen Stand von 2,27 Metern über dem mittleren Wasserstand, obwohl nur zwei Meter erwartet wurden. Am Samstagmorgen lag der Pegel bei 1,63 Metern über dem Normalwert. In Eckernförde betrug der Höchststand etwa 2,10 Meter, und der Kreis Rendsburg-Eckernförde löste den Katastrophenalarm aus, der später wieder aufgehoben wurde. In Teilen der Altstadt von Eckernförde gab es freiwillige Evakuierungen, und das Schulzentrum Süd diente als Notunterkunft. In Arnis brach ein Damm, und etwa 40 Personen wurden evakuiert. In Maasholm brach bei Gut Oehe ein Deich, und Anwohner wurden ebenfalls in Sicherheit gebracht. Auf der Insel Fehmarn wurden Strandwälle durchbrochen und Deiche beschädigt. Aus Lübeck meldeten die Einsatzkräfte überflutete Straßen in Wassernähe, die nzur Zeit gesperrt sind. Die Hilfsdienste waren entlang der gesamten schleswig-holsteinischen Ostseeküste mit einem Großaufgebot von Kräften im Einsatz, und Sandsäcke wurden an bedrohten Deichen gestapelt.