Drei Tage später näherten sich erneut iranische Flugzeuge. Diesmal war es die "Yazd Airways", die ebenfalls den Revolutionsgarden zugeordnet ist. Statt auf den beschädigten Flughäfen von Damaskus und Aleppo zu landen, flog das Flugzeug aus Teheran direkt zur russischen Luftwaffenbasis in Latakia. Mit anderen Worten, iranische Terrorgüter gelangen über russische Militärflughäfen in Syrien an die Grenze des Libanon und somit an die Grenze Israels. Darüber hinaus stammen einige der Waffen, die Irans Marionettenterroristen der Hisbollah gegen Israel einsetzen, teilweise aus Russland. Videos der Islamisten zeigen, dass täglich russische Lenkraketen vom Typ "Kornet" gegen israelische Militärposten und Panzer an der Grenze zum Libanon eingesetzt werden. Auch in rhetorischer Hinsicht verschärft die russische Führung ihre Rhetorik gegen Israel.
Kreml-Herr Wladimir Putin hat den Terrorangriff der Hamas auf den jüdischen Staat mit über 1300 Toten ausdrücklich nicht als "Terrorismus" bezeichnet. Im letzten großen Konflikt zwischen Hamas und Israel im Jahr 2014 hatte Russland noch eindeutig von "Terror" gegen jüdische Zivilisten gesprochen. Außerdem verglich Putin die "nie dagewesene Grausamkeit" des Hamas-Terrorangriffs mit angeblich "seinerseits grausamen Methoden" der israelischen Luftangriffe auf Gaza als Reaktion auf den Terror. Noch schwerwiegender ist, dass er die Militäroperation Israels im Gazastreifen mit den Gräueltaten der Nazis in der Sowjetunion verglich. Der russische Diktator erklärte wörtlich: "Die israelische Belagerung des Gazastreifens ist inakzeptabel und gleicht der Nazi-Belagerung Leningrads."
Es scheint, dass Russland ein großes Interesse daran hat, einen langanhaltenden Konflikt in Israel zu fördern, der von der Ukraine ablenkt, wie der litauische Außenminister Gabrielius Landsbergis dem "Wall Street Journal" mitteilte. Denn "jeder Konflikt, der die Aufmerksamkeit von der Ukraine ablenkt, spielt Russland in die Hände". Die Russen haben "ihn vielleicht nicht begonnen, aber sie haben ein großes Interesse daran, den Konflikt in Israel so lange wie möglich hinauszuzögern".