Panik am Brenner! Die Gemeinde Gries am Brenner, die letzte Tiroler Gemeinde vor der italienischen Grenze, befindet sich derzeit im Fokus der Aufmerksamkeit. Mit rund 1.300 Bewohnern widersetzt sich das Dorf dem Neubau der maroden Luegbrücke und fordert stattdessen einen Tunnel anstelle eines neuen 1,8 Kilometer langen Viadukts. Es könnte jahrelangen Stillstand bedeuten!
Gries am Brenner mag zwar klein sein, aber es zeigt großen Widerstand. Seit 1968 muss die Gemeinde mit der Brennerautobahn leben, die hoch über dem Dorf verläuft. Jetzt soll eine neue Brücke gebaut werden, doch die Einwohner von Gries haben andere Pläne. Sie wünschen sich keinen Brückenneubau, sondern einen Tunnel, um den Verkehr aus ihrem Leben zu verbannen. Der Verkehr ist ein großes Problem für Gries am Brenner, da er buchstäblich über ihren Köpfen hinwegrauscht. Der anhaltende Lärm und die ständige Feinstaubbelastung, nicht nur durch Abgase, sondern auch durch Reifen- und Bremsabrieb, haben die Gemeinde belastet. Der Bürgermeister, Karl Mühlsteiger, berichtet, dass die Anzahl schwerer Krebserkrankungen in der Gemeinde zugenommen hat. Eine neue Brücke würde das Problem nicht lösen, sondern wahrscheinlich zu einem Anstieg des Verkehrs führen. Die geplante neue Brücke soll sechs Fahrspuren und zwei breite Standspuren haben. Derzeit gibt es auf der Strecke nur vier Fahrspuren und einen schmalen Pannenstreifen in Richtung Norden. Die Erweiterung der Straße würde zu noch mehr Verkehr und Umweltauswirkungen führen.