Noch immer hat der internationale Haftbefehl gegen Wladimir Putin bestand, der Kreml-Chef wagt sich seitdem kaum noch aus Russland, ja kaum aus Moskau raus! Nun findet in Peking ein Gipfel statt, der dem Infrastrukturprojekt "Neue Seidenstraße" gewidmet ist. Überraschenderweise hat sich auch Russlands Präsident Putin trotz eines internationalen Haftbefehls nach China begeben. Droht im jetzt eine Verhaftung?
Am Morgen landete die Präsidentenmaschine aus Russland auf dem Pekinger Hauptstadtflughafen. Putin ist der herausragendste Gast bei diesem Jubiläumsgipfel der "Neuen Seidenstraße". Trotz des internationalen Haftbefehls, der wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen in der Ukraine gegen ihn erlassen wurde, hat sich Putin nur selten ins Ausland begeben, insbesondere in Länder außerhalb des ehemaligen sowjetischen Einflussgebiets. Eine Festnahme in China ist jedoch unwahrscheinlich, da weder Russland noch die Volksrepublik die Gerichtsbarkeit des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag anerkennen. Der Gipfel, der die "Neue Seidenstraße" feiert, wird jedoch von den jüngsten Ereignissen im Nahen Osten überschattet. Sowohl Russland als auch China haben die heftigen israelischen Angriffe auf den dicht besiedelten Gazastreifen als Reaktion auf die Angriffe der Hamas kritisiert. Allerdings haben sie bisher die Angriffe der militant-islamistischen Hamas auf israelische Zivilisten nicht eindeutig als Terrorismus verurteilt.