In den besetzten Gebieten der Ukraine klagen russische Soldaten jedoch schon seit Kriegsbeginn über Vergiftungsfälle und meiden oft Nahrung und Getränke aus der lokalen Bevölkerung. In der "Kyiv Post" erklärt die Widerstandsbewegung daher, dass die Massenvergiftung nur möglich war, weil die vorherigen Besatzungstruppen von neuen Truppen abgelöst wurden. "Das sind Idioten", behaupten sie. Die Köche und deren Familien wurden demnach in Sicherheit gebracht.
Insgesamt sollen seit dem Sommer Berichten zufolge 40 russische Soldaten von ukrainischen Partisanen getötet worden sein, wie Petro Andrjuschtschenko, der Berater des Bürgermeisters, zusammenfasst. Sechs Soldaten wurden im Juli angeblich erstochen, bei zwei weiteren wurde von hinten in den Kopf geschossen. Zudem sollen fünf Soldaten ertrunken sein, nachdem sie mit gepanschtem Alkohol vergiftet wurden.
"Das sind erfreuliche Nachrichten", betont Andrjuschtschenko weiter. "Ich bin stolz auf unsere Mariupoliter. Sie vollbringen trotz der Besatzung Wunder." Die Sabotageaktionen beschränken sich nicht nur auf Mariupol: Laut der "Kyiv Post" sollen Widerstandskämpfer erst kürzlich in Melitopol eine Eisenbahnstrecke sabotiert und einen Zug beschädigt haben, der Munition und Treibstoff für die russische Armee liefern sollte. "Jeden Tag riskieren Ukrainer in den vorübergehend besetzten Gebieten ihr Leben, um zur Niederlage des Feindes beizutragen", fasst das Nationale Widerstandszentrum zusammen. "Sie führen unsere Aufklärungsdrohnen zu Orten, an denen feindliche Ausrüstung konzentriert ist, und zu anderen strategischen Zielen." Meldungen über "Feinde" können über eine Telegram-Seite mit dem Namen "Stoppt den russischen Krieg" gemacht werden.