Doch in Tel Aviv geriet die Rettungsaktion zunächst ins Stocken. Die zehn Schüler des Wirtschaftsgymnasiums und die zwei Lehrer bekamen keine Flüge raus aus Israel. Stattdessen verbrachten die Schüler einige Zeit in den Luftschutzräumen ihrer Gastfamilien. Die Lehrer fanden in einem Hotel Schutz. Ein Umstand, der zum Happy End für die ganze Gruppe führte. „Im Hotel kamen die Lehrer mit einer Rechtsanwältin aus Island ins Gespräch. Sie erzählte von einem Rettungsflug, den ihr Heimatland durchführt. Und sie stellte Kontakt zum isländischen Außenministerium her.“ Die erlösende Nachricht kam in der Nacht auf Montag. Um 3.30 Uhr war klar, dass der Inselstaat Island die deutsche Schülergruppe in Sicherheit bringen wird. Für Schüler und Lehrer wurden Plätze auf dem Rettungsflug reserviert! Der einzige Haken an der Sache: bekam in Israel keine Landeerlaubnis. Die Rettungsaktion musste über das Nachbarland Jordanien stattfinden. Dann die dramatische Ausreise:
In einer Nacht-und-Nebel-Aktion schafften es die Schüler auf dem Landweg über die Grenze zum Flieger nach Amman. Baumann: „An Bord waren Mitarbeiter der isländischen Regierung und ein Arzt. Alles war perfekt organisiert. Als Eltern sind wir den Isländern und den Lehrern sehr dankbar für die ausgezeichnete Reaktion.“
Nach einer Zwischenlandung in Rom kamen die deutschen Schüler schließlich am Dienstagfrüh in Reykjavík an. Von dort geht es für sie nun weiter nach Deutschland – am Dienstagabend sollen sie in Stuttgart landen.