Moskau - Die Beziehungen zwischen Russland und seinem Verbündeten Armenien verschlechtern sich zunehmend. Dies geht auf die Absicht Eriwans zurück, das Römische Statut des Internationalen Gerichtshofs zu unterzeichnen - und somit den Haftbefehl gegen Putin anzuerkennen! Bricht Putin der nächste Helferstaat weg?
"Armenien ist sich sehr wohl bewusst, dass wir kein Vertragspartner des Römischen Statuts sind und gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs vorliegt. Armenien ist sich dieser Tatsache vollauf bewusst, und das ist etwas, was wir nicht gutheißen", kommentierte der Sprecher des Kreml, Dmitri Peskow, gegenüber der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass. Die Entscheidung von Eriwan sei "extrem feindselig". Armenien hatte Russland vorgeschlagen, ein bilaterales Abkommen abzuschließen, um die Bedenken Moskaus im Zusammenhang mit einer möglichen Ratifizierung des Römischen Statuts durch Armenien zu zerstreuen. Peskow äußerte sich jedoch skeptisch dazu. "Mir sind keine Einzelheiten zu diesem Vorschlag für ein bilaterales Abkommen bekannt", sagte Peskow und betonte: "Wenn Armenien internationale Verpflichtungen eingeht, wird man sehen, was für es von vorrangiger Bedeutung ist." Auf die Frage, ob Putin in naher Zukunft nach Armenien reisen werde, antwortete Peskow mit "Nein".