Der Einbau des Abwehrsystems würde jeden der drei Flieger bis zu sechs Monate in der Werkstatt halten und somit für Reisen von Scholz und seinen Ministern nicht verfügbar machen. Zudem hätte das Ministerium so 229 Millionen Euro einsparen können. Nun gab es jedoch eine Kehrtwende von Verteidigungsminister Boris Pistorius (63, SPD).
Am Mittwoch informierte sein Ministerium die Haushaltspolitiker für den Verteidigungsetat darüber, dass ab 2026 die drei A350 Flugzeuge nach und nach umgerüstet werden sollen. Dies bedeutet jedoch, dass der Kanzler bis dahin ohne Raketenschutz fliegen muss. Die älteren Kanzlermaschinen vom Typ A340, die über ein Abwehrsystem verfügen, sollen aufgrund zahlreicher technischer Probleme außer Dienst gestellt werden.