Die Obduktion des Leichnams des kleinen Joel ergab, dass der Junge "durch scharfe Gewalteinwirkung ums Leben gekommen" sei, erklärte Polizeisprecherin Schulz. Er wies massive Verletzungen im Oberkörperbereich auf. Die Ermittler schlossen ein sexuelles Motiv für die Tat aus. Kurz nachdem der leblose Körper des Jungen gefunden wurde, rückte die Polizei zu einem Mehrfamilienhaus aus - und das gleich zweimal. Das Gebäude befindet sich etwa 500 Meter vom Fundort der Leiche entfernt. Die Ermittler durchsuchten eine Wohnung und begaben sich wenig später auch in den Keller des Hauses. Ob sie damals Beweismittel sicherstellen konnten, ist bisher unklar. Auch ob diese Einsätze in Verbindung mit der aktuellen Festnahme stehen, ist noch nicht geklärt.
Die Angst im Ort führte in den letzten Tagen dazu, dass kaum noch spielende Kinder draußen zu sehen waren. "Wir lassen unsere Kinder momentan nicht raus oder auf den Spielplatz", erklärte ein besorgter Vater. In den sozialen Netzwerken äußerten viele Menschen ihre Besorgnis: "Die Zeiten, in denen man Kinder unbeaufsichtigt spielen lassen kann, sind eindeutig vorbei", meinte ein Nutzer. Ein anderer forderte: "Sensibilisiert bitte alle Kinder in den Schulen." Nun scheint das Phantom von Pragsdorf gefasst zu sein...