"Es gibt bisher nur wenige Studien, in denen Schwangere mit COVID-19 untersucht wurden. Diese vorliegenden Studien sowie die Ergebnisse des Berichts der 'WHO-China Joint Mission on Coronavirus Disease 2019' geben keinen Hinweis für einen schwereren Verlauf von COVID-19 bei Schwangeren im Vergleich zu nicht-schwangeren Personen." Damit scheint man zumindestens bestätigen zu können, dass es für die Ansteckung mit dem Virus und den Krankheitsverlauf unerheblich ist, ob eine Frau schwanger ist oder nicht.
Über die Gefahr für die ungeborenen Kinder kann man bisher noch keine klare Aussage treffen. Zu diesem Thema schreibt das RKI: "Es gibt bisher nur sehr wenige Daten zu dieser Fragestellung, insbesondere keine Langzeitdaten, daher können zu dieser Fragestellung keine validen Aussagen gemacht werden. Grundsätzlich kann hohes Fieber während des ersten Trimenons der Schwangerschaft das Risiko von Komplikationen und Fehlbildungen erhöhen." Damit sollte also klar sein, dass vor allem das Fieber während der Infektion ein Risiko für die ungeborenen Kinder darstellen kann. Besonders gefährlich kann dies offenbar in der Anfangsphase einer Schwangerschaft sein. Komplikationen der Schwangerschaft und Fehlbildungen könnten dann vermehrt auftreten. Schwangere Frauen sollten also auf jeden Fall besonders vorsichtig sein, um sich gar nicht erst mit dem Virus anzustecken.
Dass man das Risiko auf gar keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen sollte, zeigt der Fall von Carrie Symonds. Sie ist die Lebensgefährtin von Großbritanniens Premierminister Boris Johnson, der zuletzt positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Diese Dame möchte in ihrer Schwangerschaft absolut kein Risiko eingehen und hat sich deshalb in Selbstisolation begeben. Um das Leben der ungeborenen Kinder zu schützen sollten Schwangere also möglichst jeden Sozialkontakt vorsorglich vermeiden.