Berger: Ich bin sehr schlecht im Abschiednehmen. Ich versuche immer zu fliehen. Nur keinen Einschnitt, es soll einfach weitergehen - und wenn es nur gefühlt weitergeht. (lacht)
Haben Sie sich ein Souvenir vom Set mitgenommen?Berger: Ja. Ich habe meinen Ausweis, also den von Dr. Eva Maria Prohacek mitgenommen. (lacht)
Ist das Aufhören mit der Schauspielerei für Sie generell ein Thema?Berger: Ich löse mich sicherlich langsam aus dem Beruf. Das ist auch ganz natürlich in meinem Alter. Ich habe zwar nach "Unter Verdacht" noch einen Fernsehfilm in Berlin gedreht und werde demnächst mit Florian David Fitz drehen, aber natürlich werde ich nicht mehr fünf Produktionen hintereinander in einem Jahr machen. Das will ich nicht. Denn die Jahre sind ja überschaubar und ich möchte so viel Zeit wie nur möglich mit meinem Mann verbringen. Mit meiner Familie. Den einen Enkel zum Hallenturnier bringen und den anderen vom Kindergarten abholen. So wie ich es mit meinen Söhnen gemacht habe.
Im letzten "Unter Verdacht"-Fall wird der erste von vor 20 Jahren nochmal aufgegriffen. Was sollte man denn aus dem Auftaktfall wissen?Berger: Eigentlich gar nichts. Der Film funktioniert auch, wenn man den ersten nicht kennt. Genau das war die große Herausforderung für die Drehbuchautoren. Für alle, die den ersten Fall dennoch sehen wollen, wird "Unter Verdacht: Verstecktes Spiel" (27.3., 0:45 Uhr, ZDF) einen Tag vor der Ausstrahlung von "Unter Verdacht: Evas letzter Gang" (28.3., 20:15 Uhr, ZDF) wiederholt. Das kann man sich ja aufzeichnen. Insgesamt finde ich es eine sehr gute Idee, an den ersten Film anzuknüpfen. Hier schließt sich wirklich ein Kreis.
Im Film bringen Sie einen Rüblikuchen zum Abschied mit. Welcher Kuchen gelingt Ihnen persönlich immer?Berger: Ich habe ein ganz einfaches Rezept von meiner Mutter, das eigentlich immer gelingt. Der Kuchenboden wird aus je drei gleichen Teilen Butter, Eier und Mehl gemacht. Und den kann man dann nach Herzenslust belegen, mit Marillen, Kirschen oder Zwetschgen. Dieser Kuchen gelingt immer, sogar mir - und ich bin ja überhaupt keine gute Bäckerin. Wenn es aber mal etwas Besonderes sein soll, kaufe ich den Kuchen oder die Torte lieber vom Profi. (lacht)